Über Almen


Wissenswertes über Almen
  • Geschichte
  • Ortsname
  • Daten zur Geschichte der ev. Kirchengemeinde Almen
  • Pfarrer
  • Rechtslage
  • Gräfen
  • Kirchenburg
  • Auszug aus dem sächsischen Wörterbuch
  • Patenschaft

Im Mittelalter gehörte Almen zum "Mediascher Stuhl" bis 1872. Ab 1872 gehörte der Ort zum Kokler Kreis (judetul Tirnava Mare), das seinen Sitz in Schäßburg hatte.
Von 1951-1968 gehörte Almen zu Kronstadt (reg. Brasov, raion Mediasch).
Seit 1968 gehört es zum Hermannstädter Kreis (jud. Sibiu).


Geschichte

Almen, rum. Alma Sâseascâ, nach dem II.Weltkrieg Alma-Vii) ung. Szasz Almat, 1930 etwa 700 Einwohner, davon etwa 450 Deutsche. Seit dem 18.Jahrh. Rumänen und Zigeuner als Hirten und Landarbeiter zugezogen, liegt am Oberlauf des Kalten Bachs, an der Straße Mediasch - Agnetheln.
Aus der ersten Urkunde, die 1289 Alma erwähnt, geht die Zugehörigkeit des Ortes zum Mediascher Kirchenkapitel hervor. In einer Urkunde aus 1356 verhängt das Stuhlgericht von Mediasch ein Todesurteil über den Mörder HESE von Almen - demnach ist Almen eine freie Königsbodengemeinde des Mediascher Stuhls. Der Ortsname rührt vom althochdeutschen Personennamen Almo her, der Ulme bedeutet; der Name Ulmen ist noch in der Gemeinde anzutreffen - sie könnte in der Nähe eines Ulmenbestandes gegründet worden sein.
Die Almer Wehrkirche entstand zu Beginn des 14.Jh. als turmlose, aus Sandstein gebaute gotische Saalkirche.
Zu Beginn des 16. Jh. setzte man einen Reduit über den Chor, eine letzte Zuflucht der Verteidiger der Burg (Wehrgeschoß mit Schießscharten).
Das am alten Sternnetzgewölbe des Saales angeschriebene Datum mag als Vollendungsjahr dieser Wehranlage gelten.

(nach Juliana Fabritius Dancu - aus Sächsische Kirchenburgen in Siebenbürgen).

Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1289, als der Pfarrer von Almen unter den Pfarrern des Mediascher Kapitels aufgezählt wird.

(UB.1/160).

1356 ist ein Graf Simon erwähnt, der sich in einem Mordfall für die Bestrafung des Mörders einsetzt.

(UB.II/122, Müller 1941/10-11).

1417 kommt es wegen eines Mühlbaus zwischen den Bewohnern von Almen und dem Grafen Michael zu einem Rechtsstreit.

(UB.IV/130).

1519 Das Gebiet der untergegangenen Gemeinde Weißdorf wird zwischen Almen und Meschen aufgeteilt. Damit im Zusammenhang kommen, im königlichen Auftrag, Königsrichter Johann Lulay und der Hermannstädter Bürgermeister Petrus Wolf an Ort und Stelle.

(Römer 1912/17. Arch.30/423).

1523 Almen und andern Orten, die abgebrannt waren, erläßt König Ludwig II. die Steuer für 3 Jahre

(Bz.G.P.1895).

1532 In der Ortschaft wohnen 57 Wirte.

(Quellen Kr.II/282) .

1523 König Ludwig II. erläßt mehreren Orten, die abgebrannt waren, die Steuer auf 3 Jahre, darunter auch Almen.

Bistr. Gym. Prog. 1894/95 Nr.787

1510 Almen zahlt die gleiche Steuersumme wie Arbegen.

1513 Der Ort hat die Steuern für ein "Zahlhaus" aufzubringen, so wie Kirtsch, Wölz, Tobsdorf und Niemesch. Almen gehörte damals zu den kleinsten Orten der "Zwei Stühle".

Nussbächer G. Neuer Weg vom 10.8.1980

1532 "Almen" wird als freie Gemeinde der "czwen styllen" aufgezählt und dabei festgestellt, daß hier 57 Wirte wohnen.

Qu. Kr. II/282

l588 Zwischen Meschen und Almen werden 8 neue Hatterthaufen aufgeworfen.

Kbl.1909/24

1732 Aus einem erhaltenen Dokument ergibt sich, daß der Bauer Simon Mätz aus Almen wegen Steuerschulden und Krankheit sich dem Mediascher Handelsmann Georg Meissner auf Lebenslang als Leibeigenen verkauft, samt allen Kind und Kindeskindern gegen Erlaß der Schuldsumme von 81 Gulden und 55 Denar. Im Vertrag wird festgelegt, daß der Leibeigene nur mit Erlaubnis des Herrn gegebenenfalls eine Ehe eingehen darf.


Neuer Weg vom 2.10.1965

1852 11 Witwen, deren Männer während des Bürgerkrieges bei Ugra den Tod gefunden haben, durch den sie an den Bettelstab gebracht wurden erhalten 155 Gulden von Kaiser Franz Josef bewilligt.

K. A.1852/3181

Ortsname

Urkundlich sind folgende Ortsnamenbezeichnungen feststellbar :
1289: "Alma" UB. I-226-160
1356: "Almasio" UB. II-705-122
1392: "Almas" UB. III-1289-41
1417: "Villa Alma" UB. IV-1813-38
1532: "Almen" Qu.Kr,II /282

Der Sprachforscher G.Kisch ist der Meinung, daß dieser Ortsname von dem
ungarischen "alma" = Apfel abzuleiten ist, Arch. 45/96
Dagegen meint der Sprachforscher A. Schullerus, daß er auf einen altnordischen
Namen "almo" zurückgeht, was soviel wie "Ulme" bedeutet. Almen wäre also eine Ansiedlung an einem Ulmengebüsch.
Schullerus A. : s. S. Wörterbuch. I/75

Daten zur Geschichte der evangelischen Kirchengemeinde A l m e n

1289 Pfarrer Herritus von Almen /"Alma"/ wird unter den Pfarrern des Mediascher Kapitels /"terra Medies"/ aufgezählt, die mit dem Weissenburger Bistum einen Vergleich über die Zahlung von 40 Silbermark jährlich für drei Zehntquarten schließen. Dies ist die erste urkundliche Erwähnung des Ortes. Aus ihr erfahren wir, daß Almen eine Gemeinde des Mediascher Kapitels ist.
Ub.I-226-160

l356 Hese von Almen ermordet einen gewissen in Almen wohnenden Michael. Gräf Simon verfolgt den Mörder bis nach Scharosch, um ihn vor Gericht zu ziehen. Als der Mörder sich gegen die Gefangennahme wehrt, wird er durch Gräfen Simon und die Brüder des Ermordeten überwältigt und getötet. Der Leib des Getöteten wird nach Mediasch vor das Gericht geführt und auf Grund eines gerichtlichen Verfahrens daselbst enthauptet. Im Anschluß daran wird Gräf Simon und die 3 Brüder des Gemordeten durch die Provinzialrichter von Mediasch urkundlich von jeder Haftung für die Tötung des Mörders freigesprochen. Durch diesen Gerichtsfall erfahren wir daß Almen eine freie Gemeinde des Mediascher Stuhles ist. In Almen /"Almasio"/ sind Gräfen, die scheinbar auch eine führende Rolle spielen, da sich Gräf Simon für die Festnahme des Mörders verantwortlich fühlt.
UB.II-705-122,Müller G.E.: Stühle und Distrikte S.10-11

l4l7 Zwischen den Bewohnern von Almen und dem Gräfen Michael, Sohn des Nikolaus von Almen, ist ein Rechtsstreit wegen dem Bau einer Mühle durch Gräf Michael im Gange. Die Almer klagen vor dem Gericht der "Zwei Stühle ", daß Gräf Michael widerrechtlich und zu ihrem großen Schaden diese Mühle gebaut hätte. Das Gericht der "Zwei Stühle" gibt dem Gräfen Michael recht.
Almen /"Villa Alma"/ appelliert an das Gericht der Hermannstädter Provinz der "Sieben Stühle".
Gräf Michael weist nach, daß der Fischteich und das Mühlgewässer erblich ihm gehören.
Das Gericht der "Sieben Stühle" spricht ihm das Recht zu, sich einen Fischteich und eine Mühle zu halten, nur solle er keine weitere Mühle bauen. Die Almer aber werden verurteilt 10 reine Silbermark zu zahlen wenn sie ihn auch weiterhin in Ausübung seines Mühlrechtes hindern. UB. IV-1813-38

l465 Die Hermannstädter Provinz der Sieben Stühle bestätigt das Urteil
von 1417 in dem Streit wegen einer Mühle, das damals zugunsten der Almer Gräfenfamilie und gegen die Gemeinde Almen erbracht worden war. Diese Urteilsbestätigung hat sich dadurch ergeben daß an die Sieben Stühle eine Appellation gegen ein Urteil des Gerichtes der Zwei Stühle gelangt war. Aus der Gerichtsversammlung ergibt sich daß Magister Ladislaus ein Mitglied der Almer Gräfenfamilie im Jahr 1449 von der Gemeinde zum Pfarrer von Almen gewählt worden war. Damals hatte dieser Magister Ladislaus zusammen mit seinem Bruder dem Gräfen Georg, /"Magister Ladislaus unacum Georgio Greb fratre suo"/ als Gegenleistung für die erfolgte Wahl den Almern versprochen die Mühle, den Fischteich und 400 dabeigelegene Weiden der Gemeinde zu überlassen.
Eine Urkunde aber wurde über diese Vereinbarung nicht aufgesetzt. Nach dem Tod der beiden Brüder hatte nun die Gemeinde die Mühle, den Fischteich und das Weidenwäldchen übernehmen wollen. Dagegen aber wehrte sich Barbara die Witwe des Gräfen Georg und es kam zu einem Prozeß. Die Interessen der Witwe Barbara vertrat der Hermannstädter Bürgermeister Petrus von Rothberg.
Das Gericht der Zwei Stühle entscheidet, in erster Instanz zugunsten der Barbara, da die Ältesten und Einwohner des Dorfes Almen /"seniores et inhabitatores villae regalis Alma"/ weder durch Zeugen noch durch Urkunden das vor der Pfarrwahl geschlossene Abkommen nachweisen konnten. Die Almer appellieren nun vor dem Gericht der Mediascher Provinz der Zwei Stühle an das Gericht der Hermannstädter Provinz der Sieben Stühle. Diese aber bestätigt auf ihrem "Katharinenkonflux" das Urteil der ersten Instanz so daß die Mühle, der Fischteich und das Weidenwäldchen Gräfenbesitz bleiben.
UB.VI-3444-226

Pfarrer

Aus dem Leben eines Pfarrers Magister Ladislaus /1449-1465/ ist uns manches bekannt.
Ladislaus war ein Glied der Gräfenfamilie von Alman, zwischen der 1417 ein Streit mit der Gemeinde Almen wegen einer Mühle im Gang war der zugunsten von Almen entschieden worden war. Ladislaus hatte sich den Titel eines Magisters der freien Künste erworben /"Ladislaus de Alma, artium liberalium magister"/. Um Pfarrer von Almen werden zu können, versprach er und sein Bruder Gräf Georg der Gemeinde, die im Besitz der Gräfenfamilie befindliche Mühle samt einem Fischteich und einem Weidenwäldchen als Gegenleistung für die Pfarrwahl zu überlassen. Auf Grund dieses Versprechens wählten die Almer den Magister Ladislaus zum Pfarrer von Almen. 1453 ist er, zusammen mit andern gelehrten Pfarrern als Untersuchungsrichter tätig, als sich ein Rechtsstreit zwischen dem Adligen Nikolaus Zas und der Mediascher Provinz der Zwei Stühle zutrug
Ub.V-2808 2823 - 366,380

Nach dem Tod der beiden Brüder, des Pfarrers Magister Ladislaus und seines Bruders des
Gräfen Georg, wehrte sich die Witwe des Georg, namens Barbara, gegen die Übernahme der genannten Liegenschaften durch die Gemeinde Almen. Es kam zu einem Prozess der 1465 zugunsten der Barbara von der Hermannstädter Provinz der Sieben Stühle entschieden wurde.
Ub.VI-344-226

Rechtslage

Almen gehörte kirchlich zu dem Mediascher Kapitel. Schon 1289 läßt sich diese Zugehörigkeit nachweisen.
Üb.I-226-160
Almen ist eine freie Gemeinde des Mediascher Stuhles. Als solche läßt sich der Ort das erste mal 1356 urkundlich nachweisen.
Ub.II-705-122

Zehntrecht

Da die Gemeinde zum Mediascher Kapitel gehörte, bezog in der vorreformatorischen Zeit und auch eine Weile nachher, der Pfarrer dieses Ortes den ganzen Zehnten.
Wie wir aber aus Nachrichten von 1580 erfahren, hat der Pfarrer mit den anderen Pfarrern dieses Kapitels eine Zehntquarte, mit Ausnahme des Fremdenzehnten und des Zehnten vom Eigenbau, dem Fürsten verpachtet und 1612 durch einen Zwangsvergleich endgültig abgetreten.
Müller G.E. :Arch.48/155

So erhielt der Pfarrer drei Zehntquarten, während eine Zehntquarte der Fürst und später der Fiskus bekam. Außerdem bezog vor der Zehntablösung der Fiskus den ganzen Ferkelzehnten.
Grimm S.203

Gräfen

1356 wird das erstemal ein Gräf in Almen urkundlich erwähnt.
Es ist dies Gräf Simon, der im genannten Gerichtsfall eine bedeutende Rolle spielt.
Ub.II-705-122

1392 Als Beauftragter des Königs wirkt Gräf Jacobus, Sohn des Gräfen Petrus, bei einer Besitzeinführung mit.
Ub.III-1289-41

1403 ist die Witwe des genannten Petrus in eine Besitzstreitigkeit wegen Besitzanteilen in Bürgisch, Eibesdorf und Käbisch verwickelt.
Ub.III-1486-293

1417 führt Gräf Michael einen Prozeß gegen die Gemeinde Almen erfolgreich durch. Er scheint eine privilegierte Stellung in der Gemeinde innegehabt zu haben, da er das Mühlrecht besitzt und die Gemeinde es ihm auch nicht nehmen kann.
Ub.IV-1813-38
1429 wirkt er auch bei einer Grenzbegehung der "Zwei Stühle" mit, bei welcher die Grenzen von Eibesdorf festgelegt werden.
Ub.IV-2072-381
Altar

Kirchenburg


Altar

Der Altar, ist 1852 errichtet worden. In der Mitte ist eine große kunstlose Christusfigur auf einem Postament mit christlichen Symbolen. Unter dem Postament auf der ersten Altarstufe befindet, sich ein Vers und die Jahreszahl 1852.
Auf beiden Seiten der Christusfigur sind je 2 glatte, runde Säulen mit korinthischem Kapitäl. Nach oben wird der Altar durch einen Baldachin mit dem Auge Gottes abgeschlossen. Lokalaugenschein 1954




Orgel

Die Orgel

1791: Die Orgel wird durch den Orgelbauer Andreas Eitel - Kronstadt /1747-1818/ gebaut.
Sie ist den barocken siebenbürgischen Orgeln zuzuzählen - in klanglicher Hinsicht.
Dressler, Karp. Rundschau Nr.15 vom 11.4.1975

1883 ist sie durch den Hermanstädter Orgelbauer Wilhelm Hörbiger ausgebessert worden, 1938 durch Karl Einschenk /Kronstadt abermals repariert worden.
Kirchl. Bl. 1938/370

"Die Orgel ist ein wertvolles Instrument mit mechanischer Traktur. Sie war erst pedallos und erhielt 1966 eine gekoppelte Pedalklaviatur".
Dancu, Tafel 65






Sonstige InneneinrichtungenDie Kanzel

Taufbecken und Kanzel aus dem 19. Jahrhundert, ohne Inschrift und ohne Kunstwert.
Lokalaugenschein 1954
Sonstiges

Es ist eine Bruderschaftsfahne vorhanden mit Brustbild eines Burschen und der Jahreszahl 1819. Eine weitere Bruderschaftsfahne
mit der Jahreszahl 1820 und mit folgender Inschrift:
Seyd voll Verträglichkeit ihr Knechte und ihr Brüder.
Die Eintracht baut ein Haus,die Zwietracht reißt es nieder".




Glocken

Wertvoll ist die mittlere Glocke aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. In Minuskelschrift, die beidseitig von 2 Paralellinien eingefaßt ist lesen wir folgende Inschrift:
"o got perot maria hilf uns aus not das ich heit pegin das ist ein guet"
Kbl, 1881/27
Die große Glocke hat die Inschrift:
"Evangelische Kirchengemeinde Almen
Schieb und Kauntz, Hermannstadt 1926".
Die kleinere Glocke hat die Inschrift: "Die Lebenden rufe ich, die Toten beklage ich". "1926"
Bericht, Thal Wilh l954, Landeskons.

KirchenburgKirchenburg

Die Kirchenburg hat sich ziemlich unverändert erhalten. Die Ringmauern umgeben eine unregelmäßige Fläche und sind den Bodenverhältnissen angepaßt. Durch 4 Türme wird die Ringmauer verstärkt.
Vãtãsianu I/590
Sie ist am Ende des 15. Jahrhunderts errichtet worden.
Horwath S. 26

Der südliche Teil des Beringes schließt an die äußere Kante des Westturmes und des Ostturmes an und vergrößert den Kirchhof nach Süden. Den Westturm flankierend springt die Mauer knieartig vor und geht dann auf den Glockenturm im Süden zu, um sich diesem anzuschließen.

1960:Mit staatlicher Unterstützung werden Kirche und Kirchenburg gründlich renoviert.
Landeskons. Archiv

 

Glockenturm

Im Süden der Kirche befindet sich der Glockenturm. Er ist ein in der Ringmauer der Kirchenburg befindlicher viereckiger, fünfgeschossiger befestigungsturm. Das Erdgeschoss ist beböscht vorgebaut. Der erste Stock mit kleinen Fenstern und eingebautem Rauchfang war bewohnbar. Im dritten Stockwerk befinden sich an den Ecken kleine vorspringende Erker mit je 3 zusammengefaßten Schießscharten. Heute sind diese Ecknischen alle zugemauert.

Horwath S.27

Unter dem Pyramidenhelm trägt der Glockenturm einen holzverschalten Wehrgang, der auf Hängeböcken ruht.
Dancu, Tafel 65

Auszug aus dem sächsischen Wörterbuch I

Almen pl. 1. weiche, weder zur Feuerung noch zu sonstigem Gebrauch verwendbare Holzstämme . Mir scheinjt te heost allest Ålmen gehän (Gr.-Sch.). - 2. In Ft. N. Ainjder den Almen (Waldteil, Gr.-Sch.). Almen (Durles). Älmer (Trappold). - 3. 0. N. Almen bei Med. magy. Szászalmás, rum. Alma. 1289 ist ein Sacerdos Herritus de Alma bezeugt (Urkb. l, 160). Später überwiegt die Latinisierung der magy. Namensform: 1356 ein homo Hese de Almasio (Ebenda 2, 122), 1395 ein Jacobus de Almas (Ebenda 3,116).
In deutschen Aufzeichnungen : »item a l m e n hat vyrt» 57< (1532, Qu. Kr. 2, 283). Davon gebildete Fl. N. Almenzeâ, AImenzeâbäsch, Almenxeâbâch (Schlatt). Almer Stêch (Martinsdf.). -Gehört zu dem in mhd. ëlmboum, nhd. "Ulme" enthaltenen Wortstamm. Lautlich am nächsten kommt die durch altnord, almo, engl. elm vertretene Form. - Der 0. N. Almen wäre zu verstehn als Ansiedlung im Ulmengebüsch".
Die magy. Wortform ist volksetymologische Umdeutung (,Apfelgarten`, zu magy. alma ,Apfel`).
~, Almer m. 1. "Einwohner aus Almen". - 2. F. N. Fabian Almer (Hstdt 1599, Almosenrechnung). Clemencz Almer (1552, V.-A. 16, 396). Almer Pál, Hundertmann in Klausenburg (1906, JAKAB, Oklevéltár 2, 729). Als F. N. von der magy. Namensform ausgehend: Almasi (D.-Teckes, Kbl. 24, 97). - Die Verschleifung der Endung wie bei Agnethler.

Auszug aus dem sächsischen Wörterbuch II

O.N.Almen. Almaschken.

Almen, ss. Ålmên, urk. (1532) Almen < Alma - so lautet die älteste, urk. Form (1289), damit übereinstimmend heute noch rum. Alma (sãseascã).
Alma ist ein rein magy. Wort und bedeutet »Apfel«, wonach — mit ortsnamenbildendem -d —: magy. (Szász-) Almád, auch -Almás, latinisiert Almasium (1356). Dazu auch O. N. Almaschken (Bielz, »Handbuch der Landeskunde Siebenbürgens« s. v.), ss. Almasken, dem zu magy. Almás (Ort, wo Apfelbäume sind).
Anders: ss. Wb. I, 57 s. v. Magy. Obstnamen als Ortsnamen sind häufig: Körtvély-Kapus, Körtvfélyfája, Körtvélyes (zu körtvely Birne), Alma-Kerék (s. u. Malmkrog), Dió-mál, Diós, Diód (dió Nuss), Megykerék, Medgyes {meggy Weichsel, Kirsche, s. u. Mediasch), Somfalu, Somkerék (s. u. *Siebenkragen), Somkút, Somlyó, Sommál, Somostelke, Somosd (som Kornelkirsche), Szilvás (szilva Pflaume), Szóllós (szólló Traube, s. u. Alisch), Málnás (málna Himbeere) u. a. Vgl. Halmagen s. d. Rum. O, N. Merisor (Puszta-Almás) gehört auch hieher: zu rum mâr Apfel, lat. mãlum. Über ableitendes -en als Endung germanisierter magy. O. N. vgl Arbegen (s. d.).
Einwohner: 361 Sachsen, 226 Rumänen.

Auszug aus dem sächsischen Wörterbuch III

Almen
.
(92) Almen, Alma (sãseascã), Szászalmád ss. ålmên (D r.)
Urk.: 1289: Alma (Bischof Petrus v. Siebenb.) A. ... Ub.
1, 160. - 1356: de Almasio (Mediascher Prov.- Richter)... Ub. 2, 122. - 1392: Almas (Sigmund) ... üb. 3,41.- 1403: Almas (bischöfl. Vikar Jakob) . . . Ub.- 3, 293 f.
Kr.: 1532: Almen (H 283). Hk: -.
Etym.: d. oder magy.? Mann kann von jeder der beiden Benennungen ausgehen, wenn man für die Lautgestalt in der anderen Sprache volksetymologische Umdeutung annimmt.
F l, 112: Almen in der Prov. Gelderland, 12. Jh., zu einer Nebenform alme zu elme "ulmus campestris" (F. l, 111) oder zu dem Stamm Alf zu ags. an. schwed. elf "fluvius" (F l, 91: Albana 8. Jh. = Alm, OÖ.) oder zu einer keltischen Wurzel, die in F1N erscheint: alma (H I 106: ligurisch).
ss. Wb. I 75: Almen: l. weiche weder zur Feuerung, noch zu sonstigem Gebrauch verwendbare Holzstämme.
2. FlurN: Großschenk, Durles, Trappold. 3. ON: zu dem in mhd. ëlmboum = Ulme enthaltenen Wortstamm. rum.
Alma = d. Form mit Suffixvertauschung. magy. alma + s ("reich an Äpfeln"),
jünger + d (den Ort bezeichnend).
M.: Almadium, Szászalmás. Med. -
H 1913: 4 Almád, 30 Almás.
DG I 59 ff: Almajul, Almasul, Almajelul.

Verein Patenschaft Eichgraben -Alma Vii

Chronik

Unmittelbar nach der Revolution in Rumänien,- zu Weihnachten 1989 entstand die Patenschaftsinitiative Eichgraben-Alma Vii.
Der erste Hilfstransport startete am l. Jänner 1990 mit Walter Passauer, Franz Reingruber, Gerhard Rihacek. Diesem folgten viele weitere Transporte mit Lebensmittel, Medikamenten, Werkzeugen, Fahrrädern, Bekleidung und einem gestifteten Bus für Schüler.
In den Sommern 1990 und 1991 konnten 22 bzw. 51 Schüler aus Alma Vii (Almen) 14 Tage Ferien bei Gasteltern in Eichgraben verbringen.

Zielsetzung des Vereines

Gewährleistung eines regelmäßigen Schulbesuches der Kinder aus Alma Vii (Almen) durch Bereitstellung und Sicherung des Betriebes eines Schulautobusses. Verbesserung der Lehrmittel und Beistellung von Schulartikeln für Kinder aus Alma Vii und Mosna.
Ausbildung von 2 Mädchen zur Betreuung alter, kranker und hilfloser Menschen in Alma Vii bzw. im Krankenhaus Mediasch. Hilfestellung bei der Verbesserung der Infrastrukturen und des Lebensstandards in Alma Vii (Almen).

Edition Siebenbürgen

Es ist gedacht, Siebenbürger Kirchenburgen als Aquarelle darzustellen und in kleiner, limitierter Auflage zu drucken. Die ersten Serien werden sich mit dem sogenannten "Kokelgebiet" (rund um Mediasch) befassen. Die Aquarelle werden von N.Ö. Künstlern gemalt, die auch schon mit Hilfstransporten in Siebenbürgen waren. Der Reinertrag aus dem Verkauf dieser Edition dient ausschließlich der Erfüllung der Vereinsaufgaben.

 

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